Dynamische Wirbelsäulentherapie nach Pop

Die dynamische Wirbelsäulentherapie nach Popp® ist eine Weiter-Entwicklung der Dorn-Therapie. Es handelt sich dabei um eine sehr differenzierte manual-therapeutische Methode. Wesentliches Element ist die dreidimensionale Beckenstatik sowie Innen- oder Aussenrotation des Beckens, welche überprüft und wo notwendig mit sanften Mobilisationen korrigiert wird. Das Becken stellt das Fundament für die gesamte Körperhaltung dar. Weiter wird die Lage von Kreuz- und Steissbein überprüft. Nur wenn die Basis gerade ist kann auch die Wirbelsäule – die auch unser „Rückgrat“ im übertragenen Sinne symbolisiert – aufrecht sein und der Mensch fühlt sich „im Lot“. Der Behandler tastet den Körper auf schmerzende oder druckempfindliche Stellen ab. Die anschliessende Korrektur von Wirbelkörper-Verschiebungen und Lösung von Blockaden in Gelenken erfolgt dynamisch über die Muskulatur. Der liegende, sitzende oder stehende Klient wird dabei vom Behandler angeleitet, welcher gleichzeitig dosierten Druck auf den bewegten Muskel ausübt. Falls notwendig werden auch Extremitäten-Gelenke, Schlüsselbein, erste Rippe und Kiefergelenk in der Bewegung reponiert. Über die aus dem Rückenmark austretenden und zum entsprechenden Körperteil führenden Nervenbahnen wird auch die Funktion innerer Organe beeinflusst. Somit können mit der dynamischen Wirbelsäulentherapie nach Popp® sehr effizient auch funktionelle Dysfunktionen (d.h. Störungen ohne organische Ursache, bzw. ohne organischen Befund) behandelt werden.
Die Therapie ist sanft und kann meist auch bei sonst oft heiklen Krankheitsbildern (z.B. fortgeschrittene Osteoporose, Schwangerschaft, Medikamenten-Einnahme) oder sehr schmerzempfindlichen Personen angewandt werden. Um einen anhaltenden Erfolg der Behandlung zu gewährleisten wird der Klient in der Regel angewiesen, bestimmte Selbsthilfe-Übungen zur Dehnung und Kräftigung zu Hause auszuführen. Die Therapie lässt sich sehr ideal mit der Breuss-Massage oder der Akupunkt-Massage kombinieren.

Anwendungsgebiete:
Migräne; Schwindel, Schmerzen im Kiefergelenk, Fehlstellungen des Schlüsselbeins, Verspannungen im Schulter-/Nackenbereich, Taubheitsgefühl in Händen und Fingern, Schmerzen im Bewegungsapparat, Dysfunktionen innerer Organe, Blasen-, Prostata- und Menstruationsbeschwerden, Ischialgie, Hexenschuss u.v.m

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