|
Reflexzonen-Therapie am Fuss
Die Reflexzonen-Therapie am Fuss ist in uraltem überliefertem Menschheitswissen begründet. Formen der FRZM waren schon vor ca. 5000 Jahren in dafür geeigneten Kulturkreisen bekannt. So wurden in China, Indien, Ägypten, Griechenland, bei den indianischen Völkern und im Mittelalter auch in Europa Formen von Druckpunkt-Behandlungen an den Füssen zu Heilzwecken angewendet. Im Laufe der Geschichte ist also dem Berühren der Füsse eine besondere Bedeutung zugekommen. Es wurde damit auch Empathie und Fürsorge für Schwache und Verwundete ausgedrückt sowie Achtung gegenüber Menschen mit besonderen inneren Werten.
Die heutige Form der FRZM hat ihren Ursprung anfangs des letzten Jahrhunderts in Amerika. Sie basiert auf der 10-Zonen-Theorie von Dr. William Fitzgerald welche von der Masseurin Eunice Ingham ausgearbeitet und weiter entwickelt wurde. In Europa bekannt gemacht und verbreitet wurde die Methode durch eine ihrer Schülerinnen, Hanne Marquardt, die über die Jahre hinweg die Wirksamkeit der Fusspunkt-Behandlung genauestens überprüfte und systematisierte. Trotzdem ist die Methode heute noch im streng klinisch-wissenschaftlichen Sinne nicht nachvollziehbar, sondern basiert auf Empirie. Sie gehört in den Bereich der Komplementärmedizin, fördert das Wohlbefinden und die Selbstheilungskräfte des Menschen und bekämpft nicht einseitig seine Symptome und Krankheiten. Sie kann als eigenständige Behandlung oder in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden.

Was ist eine Reflexzone?
Mit Reflex wird im medizinischen Sinn die Antwort des Körpers auf einen Reiz bezeichnet. In der Komplementärmedizin meint man mit Reflexzone die Projektion des Körpers auf einen Teil (z.B. Ohren, Hände, Nase, Zunge, Füsse). Das Ganze (Makrokosmos) spiegelt sich sozusagen im Kleinen (Mikrokosmos) – und umgekehrt! Man geht aus holistischer (ganzheitlicher) Sicht davon aus, dass jede Zelle des Körpers die Information des gesamten Organismus enthält und mit jeder anderen Körperzelle in Kontakt steht, um Energie und Informationen auszutauschen. Diese Tatsache wird in der FRZM mittels speziellen Massagetechniken und unter Einbezug des Meridiansystems ausgenützt. Der durch den Druck stellenweise ausgelöste Schmerz gilt dabei als „Wegweiser“ für die Therapie. Es wird dadurch eine Verbesserung, bzw. ein Ausgleich der Organ- und Gewebefunktionen des Menschen erreicht.
Die FRZM kann u.a. bei folgenden Indikationen angewendet werden:
- Rücken- und Gelenkschmerzen, Ischialgie, Hexenschuss, muskuläre Verspannungen
- Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall
- Colon irritabile, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
- Zyklus– oder andere hormonelle Störungen
- Hypo- oder Hypertonie
- Kopfschmerzen, Migräne
- Schlafstörungen, Erschöpfungszustände
- Infektanfälligkeit wie Schnupfen, Halsentzündungen, chronische Sinusitis,
- Blasenentzündungen
- Allergien, Heuschnupfen
- Asthma
- Hauterkrankungen: Psoriasis, Neurodermitis, Akne
- Stoffwechselstörungen und -schwächen
- Rheumatische Beschwerden
- Frauenkrankheiten: Zyklusstörungen, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrbeschwerden
- Betreuung von Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt
(ausgenommen Risiko-Schwangerschaften)
- Nebenwirkungen von Chemotherapie
- Essstörungen
- Nervöse Störungen: Depression, Nervosität, Angstgefühle
- Chronische Müdigkeit
Sie kann aber auch prophylaktisch angewendet werden und ist eine Wohltat für alle – vom Säugling bis zum hoch betagten Menschen.
Die Wirkungen einer Fussreflexzonen-Massage können sein: vor allem ein Gefühl des «Geerdet-Seins», der Leichtigkeit, vermehrte Darm- und Blasentätigkeit, (z.T. auch übelriechend), vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis, Verschiebung des weiblichen Zyklus'.
Nicht behandelt werden sollten v.a. Klienten mit hochfieberhaften, akuten oder systemischen Erkrankungen, akuten Entzündungen im Venen- und Lymphsystem, Risiko-Schwangerschaften, Aneurysmen, Psychosen oder ausgedehnten Ekzemen an den Füssen.
- zurück -
|