Dunkelfeld-Mikroskopie
„In sanguine veritas” (Im Blut liegt die Wahrheit)

Ursprung

Die Entwicklung der Dunkelfeldmikroskopie geht grösstenteils auf den Zoologen und Bakteriologen Prof. Dr. Günther Enderlein (1872-1968) zurück, der diese Diagnosemethode seit 1916 weiterentwickelt und erstmalig intensiver zur Erforschung des lebenden menschlichen Blutes genutzt hat. Er stützte sich auf Forschungen des Physikers und Biochemikers Prof. Antoine Béchamp und auf Entdeckungen von Dr. Wilhelm v. Brehmer.

 

Mikroorganismen im Blut erkennen

Mit Hilfe der Dunkelfeld-Mikroskopie erbrachte Prof. Enderlein den Beweis, dass das Blut nicht steril ist, sondern dass sich darin unendlich viele Kleinstlebewesen, sog. Mikroorganismen befinden. Diese Mikroorganismen beeinflussen wesentlich den Zustandes unseres Blutes, u.a. die Fliesseigenschaft, die Beweglichkeit, die Lebensdauer der Blutkörperchen und die Gerinnungsfähigkeit. Sie leben normalerweise mit unserem Körper in Symbiose, d.h. es ist ein Zusammenleben zum gegenseitigen Nutzen. Ferner entdeckte Prof. Enderlein, dass Viren und Bakterien und Pilze nicht die kleinsten Lebewesen sind, sondern dass diese bereits eine Entwicklungsstufe von lebendigen Eiweissmolekülen darstellen, was er als Cyclogenie (cyclos = Kreis, genos = Geburt, Ursprung) bezeichnete. Er begründete darauf die Wissenschaft des Pleomorphismus (= Vielgestaltigkeit). Er ging also davon aus, dass die Mikroorganismen ihre Form wandeln können; die niedrigen Entwicklungsstufen können sich durch äussere Einflüsse – z.B. ungesunde Lebensweise und Ernährung, Stress, Sorgen und Ängste – und ungesundes Milieu in höhere Formen wandeln. D.h. Viren entwickeln sich zu Bakterien, Bakterien zu Pilzen, etc. Vor allem Pilzformen kommen im Blut jedoch sehr selten voll ausgebildet vor, sondern meist als Vorstufen (sog. Symplaste) oder maskierte Formen. Doch auch durch diese Zwischenstufen wird das Gleichgewicht gestört und der Mensch kann letztlich erkranken. In jedem Fall werden aber die Leber und die Ausscheidungsorgane durch die Stoffwechsel-Abbauprodukte dieser Organismen belastet. Die einzelnen Keime und Entwicklungsstufen werden bestimmten Krankheitsbildern zugeordnet. So ist es auch möglich, tiefer liegende Ursachen von Krankheiten aufzudecken. Enderlein zog aus seinen Entdeckungen konsequenterweise den Schluss, dass der ganze Prozess auch wieder umgekehrt werden kann. Durch eine Behandlung mit entsprechenden isopathischen Mitteln können krankmachende Bakterien, Viren und Pilze auf eine nicht mehr krankmachende Stufe zurückgeführt werden. Dies gelingt insbesondere durch eine Sanierung des Milieus und durch Zufuhr von niedrigsten Entwicklungsstufen, welche dann in der Lage sind, die schädlichen Formen abzubauen, nicht durch ein Abtöten der krankmachenden Keime und Parasiten (was in der Regel nicht gelingt oder nur durch In-Kauf-Nehmen schwerer Nebenwirkungen zu erreichen ist). 

Technik

Diese Betrachtungsweise wird ermöglicht durch einen speziellen Kondensor im Mikroskop. Hierbei strahlt das Licht nicht direkt von unten ins betrachtende Auge, sondern bricht sich in Höhe des Objektträgers. Man kann sich dies wie folgt vorstellen: Den Staub in der Luft können Sie normalerweise nicht sehen. Wenn Sie aber in einem dunklen Raum stehen in dem die Sonne durch das Fenster scheint und Sie seitlich auf den Lichtstrahl schauen, sehen Sie Staub und Schwebeteilchen tanzen. Durch diese andere Art der Betrachtung kann man viel differenzierter Zellen, Zellverbände und den Zwischenzellraum beobachten und im Blut lebende Mikroorganismen (s. unten) erkennen, die im Hellfeldmikroskop unsichtbar sind. Auf diese Weise erhält der Betrachter z.B. Aufschluss über die aktuelle Stoffwechsellage, Organschwächen oder -belastungen, den Säure-Base-Haushalt, die Viskosität des Blutes, den Knochenbau, die Abwehrkraft, die bakteriellen und parasitären Belastungen (z.B. mit Borrelien, Strepto- oder Staphylokokken) der Klientin/des Klienten sowie über die Vitalität des Menschen insgesamt. 

Unterschiede zur Hellfeld-Mikroskopie

Anders als bei der herkömmlichen Hellfeld-Mikroskopie muss das Blut dabei nicht fixiert und gefärbt werden sondern kann direkt unter dem Mikroskop betrachtet werden. So bleibt seine Lebendigkeit erhalten. Das Blutbild wird zudem nicht wie bei herkömmlichen Analysen nur im Moment, sondern bis zu seinem völligen Stillstand – meist mehrere Tage – in gewissen Abständen beobachtet.

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